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Eine übermäßige Moosentwicklung deutet geradezu auf ungünstige Wachstumsbedingungen für die Rasengräser hin. Moose findet man im Rasen verstärkt
- an schattigen Stellen,
- bei Nährstoffmangel,
- zu sauren Böden,
- wenn Bodenverdichtungen vorliegen oder
- schwere Böden vorliegen.
- An schattigen Stellen im Garten sollte daher am besten kein Rasen angelegt werden. Viel günstiger ist es, schattenverträgliche Stauden im Bereich von Bäumen, Sträuchern und im Schatten von Bauten zu pflanzen.
- Unzureichende Nährstoffversorgung kann in der Regel problemlos durch Düngung behoben werden. Zur Erkennung von Nährstoffungleichgewichten empfiehlt es sich, eine eigene Bodenanalyse für den Rasenbereich im Garten durchführen zu lassen und entsprechend der Ergebnisse die Düngerart und -menge festzulegen.
- Als Waldbewohner bevorzugen die meisten Moose einen eher sauren Boden. Einige wenige Moosarten treten auch an Standorten mit nicht saurem Boden auf. Der pH-Wert als Maß für den Säuregrad eines Bodens wird bei der Bodenuntersuchung erfasst. Ein zu niedriger pH-Wert lässt sich beispielsweise durch Ausbringung von kohlensaurem Kalk beheben. Es ist allerdings zu beachten, dass der pH-Wert des Rasenbodens nicht über 6,5 liegen sollte.
- Bodenverdichtungen, die bereits auf der Baustelle durch den Einsatz schwerer Fahrzeuge und Maschinen entstanden sein können, stellen eine häufige Ursache für das verstärkte Auftreten der feuchtigkeitsliebenden Moose dar. Bodenverdichtungen im Untergrund verhindern, dass das Niederschlagswasser rasch versickert, so dass es zeitweise zu stauender Nässe kommen kann. Insbesondere schwere Böden mit einem hohen Tonanteil neigen zur Ausbildung verdichteter Bodenschichten, wenn diese Böden falsch behandelt werden.
Vor der Anlage eines Gartens ist eine tiefgehende Lockerung des Bodens unbedingt erforderlich. In dieser Hinsicht ist auch die Aussaat tiefwurzelnder Pflanzenarten, wie beispielweise Ölrettich und Lupinen günstig. Die Aussaat solcher Gründüngungspflanzen vor der Bepflanzung des Gartens kann eine tiefgründige, mechanische Lockerung allerdings nicht ersetzen. Bei der Durchwurzelung des Bodens wird jedoch organische Substanz eingebracht und zusätzlich entwickelt sich oberirdische Pflanzenmasse, die später eingearbeitet werden kann.
Die Zufuhr und Einarbeitung von Sand verbessert den Wasser- und Lufthaushalt schwerer Böden. Vor der Anlage eines Rasens kann Sand in einer Schichtdicke von 10 cm eingefräst werden, bei bestehendem Rasen sind nur noch Schichten von 1 bis 2 cm für den Rasen verträglich.
- Durch manuell zu bedienende oder motorgetriebene Vertikutier- und Aerifiziergeräte kann in bestehenden Rasenflächen der Wasserabzug und der Lufthaushalt in der obersten Bodenschicht verbessert werden.
- Die positiven Wirkungen des Aerifizierens, wie auch des Vertikutierens
- auf den Wasserabzug und die Durchlüftung bleiben durch die Ausbringung von Sand länger erhalten. Das Vertikutieren beziehungsweise das Aerifizieren
- sollte wenigstens einmal jährlich im Frühjahr durchgeführt werden. Diese Maßnahmen wirken überdies vorbeugend gegenüber einer Reihe von Rasenkrankheiten.
- Ein Rasen darf nicht zu häufig und zu tief gemäht werden, da dies das Auftreten von Moosen ebenfalls fördert. Die Schnitthöhe sollte nicht niedriger als 4 cm liegen, andererseits sollte eine Rasenhöhe von 6 bis 10 cm nicht überschritten werden.
Fazit: Neben der fachgerechten Anlage einer Rasenfläche ist vor allem die regelmäßige Pflege wichtig!
Hinweis: Als Hilfestellung für die richtige Entnahme und für den Versand einer Bodenprobe kann in Bayern von der Bayerischen Gartenakademie kostenlos das Bodenprobeset bezogen werden. Für die Analyse erhebt das jeweilige Bodenuntersuchungslabor vom Auftraggeber eine relativ niedrige Kostenbeteiligung. Zusammen mit den Ergebnissen der Bodenuntersuchung wird eine Düngeempfehlung gegeben, die sich an den Ansprüchen einer Rasenfläche orientiert, sofern dies im Auftrag angegeben wurde.
Quelle: Bayerische Gartenakademie an der
Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau
An der Steige 15, 97209 Veitshöchheim
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Empfehlung: Bringen Sie mit einem Erdbohrer Entwässerungslöcher in den Rasen ein und verfüllen Sie diese mit Kies. Oben eine dünne Schicht Erde, die dann wieder mit Rasensaat begrünt werden kann.
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