Sicherheit für Kinder im Garten
Kleine Kinder wollen gerne helfen, wenn es im Garten was zu tun gibt. Wer selbst häufig mit Gartenpflanzen arbeitet, der weiß, dass man sich schnell Blessuren holt. Nicht nur Rosen haben Dornen, auch andere Pflanzen wissen sich zu wehren gegen Gartenscheren, Hacken, Beile und Menschen, die sie bearbeiten wollen. Dornen im Finger, Zinken von Harken im Fuß, Handverletzungen durch Scheren und Sicheln, die Gartensaison fordert bei jung und alt ihre Opfer. Kinder sind zusätzlich durch Pflanzenschutzmittel, defekte oder falsch aufgestellte Spielgeräte und durch nicht gesicherte Swimmingpools gefährdet. Empfehlungen:
- Schaukeln, Wippen und Rutschen machen Kindern viel Spaß. Damit dieser Spaß lange anhält, sollten Sie schon beim Kauf auf Nummer Sicher gehen.
- Das GS-Zeichen garantiert, dass Mindestsicherheitsnormen eingehalten werden. Gleiches gilt bei Schaukeln, Klettergeräten und Rutschen, wenn Sie einen Hinweis auf die DIN 7926 finden. Andere Geräte müssen zwar nicht gefährlich sein, aber die Beurteilung ist für einen Laien schwierig und mit erheblichem Aufwand verbunden. Sparen Sie nicht beim Kauf auf Kosten der Sicherheit von Kindern.
- Achten Sie darauf, dass die Spielgeräte Ihrer Wahl eine verständliche Aufbauanleitung haben. Die hilft natürlich nur, wenn Sie deren Hinweise, insbesondere zur standsicheren Aufstellung, beachten. Fundamente müssen tief genug im Boden liegen. Im Schwingbereich von Schaukeln und im Sturzbereich von Rutschen sollten Gras oder Sand einen Fall bremsen und keine Rosen o.ä. gepflanzt sein. Kombinationsgeräte sind zwar praktisch, können aber gefährlich werden, wenn mehrere Kinder gleichzeitig damit spielen.
- Blumendünger für Haus- und Gartenpflanzen kann man in Form von kleinen bunten Kugeln kaufen, die langfristig ihre Wirkung entfalten. Deshalb sollten gesundheitsgefährdende Dünger und Schädlingsbekämpfungsmittel gleich nach Nutzung wieder im verschlossenen Gartenhaus verschwinden.
- Pflanzenschutzmittel sind in Ziergärten häufig überflüssig. Sollten sie trotzdem eingesetzt werden, achten Sie darauf, dass Kinder die gespritzten Pflanzen - und natürlich erst recht die Spritzmittel - nicht erreichen können.
- Kinder stecken vieles in den Mund und, wenn es dann sogar wie leckere Beeren aussieht, wer kann da widerstehen? Nicht nur Tollkirschen sind giftig, auch andere Pflanzen enthalten mehr oder weniger Giftstoffe. Gartenämter haben Pflanzen neben Spielplätzen nicht immer unter solchen Gesichtspunkten ausgesucht.
- Rasenmäher sind kein Spielzeug. Auf die Hilfe Ihres Kindes beim Rasenmähen sollten Sie verzichten. Rotierende Messer können Kinderfinger kosten. Heiße Zylinder von Benzinmotoren können Verbrennungen hervorrufen, beschädigte Kabel von Elektromähern Stromstöße verursachen.
- Kinder verstehen Gefahrensymbole, die zum Beispiel auf Pflanzenschutzmitteln, Farben, Lacken und Reinigern zu finden sind, noch nicht oder übersehen sie. Solche Produkte werden oft in Gartenhäusern, Garagen oder Kellern aufbewahrt. Wenn Sie schon nicht darauf verzichten können, was aus ökologischen und ökonomischen Gründen sinnvoll wäre, sorgen Sie zumindest für sicheren Verschluss an einem für Kinder nicht zugänglichen oder schwer erreichbaren Ort.
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